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Kurz notiert

31.1.2018
Das tägliche Improvisieren ist nicht überall ein Manko oder Wieviel Formalisierung verträgt selbstbestimmte Arbeit? – Erste Ergebnisse der PräFo - Studie der Forschungseinheit für Sozioökonomie der Arbeits- und Berufswelt, Universität Augsburg (Prof. Dr. Fritz Böhle) zeigen jetzt auch sowohl für die Pflege als auch Entwicklungsabteilungen: Beschäftigte geraten in ein Dilemma, wenn sie in geregelten Bahnen handeln und formalen Bedingungen folgen, gleichzeitig aber flexibel mit situativen Anforderungen umgehen müssen und sollen. Gerade für Expertenorganisationen, wie Kliniken oder Forschungsinstitute, aber auch Organisationen, bei denen Innovationen oder die persönliche Zuwendung im Mittelpunkt stehen, bietet dieser Zugang wertvolle Erkenntnisse: das tägliche Improvisieren nicht als Manko, sondern als Erfolg zu sehen! mehr?

1.9.2017
Und es geht doch! Der Blick in dänische Kliniken und Gesundheitsorganisationen beeindruckte unsere Gruppe von Experten aus dem deutschen Gesundheitssystem die letzten Tage zutiefst. Kooperation, Koordination, Kommunikation gepaart mit engagierten und zufriedenen Professionellen statt Pseudo-Wettbewerb und Sektorengrenzen.
Mehr zum Nachlesen? Der Reisebericht (G+G 09/17).

28.6.2017
Konträre Standpunkte von Forschern gepaart mit kritischen Fragen zu gesellschaftlich gewünschten Entwicklungen von Wissenschaft – wer das schätzt, dem kann ich nur die Veranstaltungen des Deutschen Ethikrates empfehlen. Einmal im Jahr auch immer ausserhalb Berlins. Dokumentation der letzten Tagungen und Ausblick auf mehr?

13.6.2017
Kommunikation Arzt – Patient im Focus der Cochrane Collaboration: Für das Jahr 2017 sind von der Cochrane Consumers and Communication Group mehrere Reviews geplant, wie evidenzbasiert in der Aus- und Weiterbildung die ärztliche Kommunikationskompetenz verbessert und Themen wie shared decision making und patientenorientierte Gesprächsführung im Klinikalltag und in der Arztpraxis verankert werden können.
Weiter vertiefen? Die Prioritäten der Cochrane Consumers and Communication Group.

16.10.2016
Auf Augenhöhe arbeiten, interdisziplinär, interprofessionell, selbst in der Universitätsmedizin wird der Ruf nach Kooperation und Netzwerkmedizin immer lauter, wie das Innovationsforum der Deutschen Hochschulmedizin e.V. Ende September bestätigte. Die Erkenntnis ist da, ob die hierfür zwingend notwendigen vielen kleinen, individuell zu konzipierenden Schritte der Personal- und Organisationsentwicklung an den Universitätskliniken wohl breitflächig folgen? Ohne eine stringente Führungskräfteentwicklung für Klinikdirektoren, Oberärzte, Leitende Pflegekräfte und Klinikmanager wird es sonst noch weitere Generationen dauern.
Mehr erfahren? Die vielfältigen Vorträge zu Interdisziplinarität und Interprofessionalität.

15.4.2016
High Reliability Organisationen (HRO) und ihre Weiterentwicklung, wie dem Zusammenspiel mit agilen Organisationen und Ultra-adaptiven Systemen, finden Sie im 2016 veröffentlichten Buch „Safer Healthcare. Strategies for the Real World“ von Charles Vincent und René Amalberti.

Der Clou – es ist erhältlich als Open Access bei Springer und Sie finden es hier.

28.11.2015
Stiftungsunternehmen – eine ganz besondere Spezies?!
Ein interdisziplinärer Workshop für Wissenschaft und Praxis an der TU München an den letzten zwei Tagen warf mehr Fragen auf als er beantworten konnte. Die Wirtschaftspresse beschreibt Stiftungsunternehmen bisweilen als „gute Kapitalisten“, die auf Kontinuität setzen und gemeinwohlorientiert handeln. Andererseits ist aber auch von Intransparenz und mangelnder Unternehmenskontrolle die Rede. Die Wissenschaft hat sich bisher für diese spezifische Unternehmensform nicht besonders interessiert, so dass wenig belastbares und fundiertes Wissen über Stiftungsunternehmen vorliegt. Auch auf dem zweitägigen Workshop konnten sich die beteiligten Wirtschaftswissenschaftler, Juristen, Unternehmenslenker und Beratungspraktiker nicht einmal auf eindeutige Begriffskategorien einigen. Es bleibt viel zu tun, Inspirationen gab es genügend. Ein Tagungsband ist in Planung.
Weiter vertiefen? - Stiftungsunternehmen, die unbekannten Wesen

20.03.2015
Selection of Academic Medical Chairs - „Are selection criteria different in the headhunting industry?“ – Eine Publikation in Nature fasst die Ergebnisse eines hochkarätig, international besetzten dreitägigen Expertenforums des Universitätsspitals Zürich zusammen. Hier wurde wirklich interdisziplinär gearbeitet, Praxis und Wissenschaft, Organisationspsychologen und erfahrene medizinische Ordinarien und Dekane. Schade, dass die deutschen Universitäten vor Ort fast nicht vertreten waren – noch kein Thema?!
Weiter vertiefen? - chair4medicine International Conference
Weiter vertiefen? - Leadership: Ten tips for choosing an academic chair in: Nature 519, 286-287 (19 March 2015)

13.04.2014
Kann man sich in sein Computer-Betriebssystem verlieben?
Der Mensch kann! Das zeigt der faszinierende Film HER eindrücklich. Wie sehr uns Stimme verführt, macht Scarlett Johansson mit jeder Silbe greifbar.

19.10.2013
Eine neue professionelle Zusammenarbeit soll im Fokus des nächsten Gutachtens des Sachverständigenrates im Gesundheitswesen stehen. Man darf gespannt sein, welche Wege dorthin er aufzeigen kann - zu Arbeitsplätzen, die für viele Beschäftigte im Gesundheitswesen attraktiv sind und Patienten und Angehörigen wirklich dienen.
Weiter vertiefen? - Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen

03.05.2013
Lesetipp: Tomáš Sedláček (2012) Die Ökonomie von Gut und Böse
Sein Buch ist ein faszinierender Gang durch die Welt der Ökonomie - vom Gilgamesch-Epos über das Alte Testament und Adam Smith bis zur Wall Street und zur Wirtschaftskrise. Und ganz nebenbei erfahren wir, warum die Sprache der Wirtschaft, die Mathematik, nicht wertfrei ist. Gerade auch für Führungskräfte aus ‚Non-Profit-Organisationen‘ sehr empfehlenswert.

04.02.2013
Zielvereinbarungen mit Leitenden Ärzten – Fluch oder Segen?
... oder kommt es doch auf den richtig dosierten Einsatz an? Die aktuelle Kienbaum Vergütungsstudie „Führungs- und Fachkräfte in Krankenhäusern 2012“ zeigt, dass zwar noch das Privatliquidationsrecht mit einem Anteil von 49 Prozent die dominierende Gestaltungsform ist, aber bei Neuverträgen der Trend hin zu Bonusvereinbarungen geht. Seit 1995 stieg deren Anteil von weniger als fünf Prozent auf inzwischen fast 50 Prozent bei Neuverträgen. Diese Bonusvereinbarungen richten sich oft nur nach betriebswirtschaftlichen Größen, wie Betriebsergebnis, Kosten- und Erlösbudget, zum Teil aber auch nach qualitativen Größen, wie Ergebnissen von Patienten-, Einweiser- oder Mitarbeiter-Befragungen.
Eindeutig ist: Einseitig ausgerichtete oder extrem hoch dotierte Zielvereinbarungen setzen falsche Anreize und können eine Gefahr für eine gute Patientenversorgung sein. Genügend Gesprächsstoff für den gemeinsamen Directors Club des VKD und des VLK auf dem 12. Nationalen DRG-Forum 2013 in Berlin.

02.05.2012
Leadership Skills for the 21st Century - oft gehört, selten befolgt
In pushing a set of changes, managers should support the one-third of employees who are advocates for change and should focus on the one-third who are open to change but not too sure about these particular changes. They should address, in a limited way, the concerns of the one-third who resist change, recognizing that if the other employees are persuaded of the benefits of the changes, the resisters will be brought along.

20.01.2012
Veröffentlichung
„Die Zukunft der Coachingforschung“ von Heidi Möller & Silja Kotte in der OSC 4/2011 (Zeitschrift: Organisationsberatung Supervision Coaching) fasst den aktuellen Stand der Forschungsergebnisse zu Wirksamkeit (Outcome) und Wirkfaktoren (Prozess) von Coaching prägnant zusammen und zeigt notwendigen Verbesserungsbedarf auf. Anleihen aus der Psychotherapieforschung und aus der Trainings- und Weiterbildungsevaluation sind notwendig, erfolgversprechende Forschungsszenarien werden beschrieben. Den kompletten Artikel finden Sie hier.

15.11.2011
Rückblick VUD-Herbstforum 2011 „Personalentwicklung in der Hochschulmedizin“
Sind Investitionen in die Personalentwicklung für die Uniklinika bei der hohen Fluktuation unter den Mitarbeitern, die die ärztliche Weiterbildung am Uniklinikum absolvieren, überhaupt sinnvoll?
Diese und andere Fragen rund um das Thema Führungskräfteauswahl und –entwicklung in der Hochschulmedizin wurden erstmals in diesem Kreise diskutiert und ein Nachholbedarf - auch im Vergleich zu anderen Klinikträgern - diagnostiziert.

10.07.2011
Ausblick 4. Fachtagung Psychiatrie „Personal – Management – Mitbestimmung“ am 23./24.2.2012
Erfahrungen und Strategien für ein beteiligungsorientiertes Personalmanagement stehen im Mittelpunkt der nächsten Fachtagung. Nur so können unter den sich ändernden Rahmenbedingungen der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung Qualität und Effizienz zielgerichtet beeinflusst werden. Es sind durch den breiten Teilnehmerkreis wieder spannende Diskussionen zu erwarten.